Ullip
Nicht, und das kennzeichnet sein künstlerisches Profil, nicht additiv, „nebeneinander“. Ullip verbindet diese Funktionen, um daraus ein neues Etwas entstehen zu lassen. CDs, deren Tracks nicht wie sonst üblich „gespielte Musik“ konservieren und wiedergeben. Sondern CDs, bei denen die Musik dadurch entsteht, dass sie für den Tonträger bearbeitet, gemixt, „on the fly“ festgehalten werden. Die CD als Publikum gewissermaßen. Mit dem großen Vorteil, dass man sich - anders als bei Live-Sessions - an den Cuts der CDs immer wieder erfreuen kann.
Basierend auf einer reichen musikalischen Erfahrung und geradezu „wilden“ Vergangenheit, hat Ullip - zusammen mit anderen Musikern - heute einen Stil gefunden, der ein besonderes Genre aktiviert und inspiriert:
Chained music’.
Sounds und Stücke, Musik und Rhythmen, die selbst-inspirierend gespielt werden oder an technischen Geräten entstehen. Im Augenblick geboren, so wie beim Jazz. Auch, nicht nur wie beim Jazz, als Thema vorgegeben, ansonsten improvisiert. Sie sind vor allem keine Reproduktionen im Sinne notierter Noten. Alle Elemente, die zwischen dem ersten Beat und Ton eines Live-Gigs, einer Studio-Einspielung und dem finalen Brennvorgang auf einer CD stehen, verketten sich zu dem, was das auf Silberscheiben gebannte „Stück“ dann letztendlich ist.
Chained music:
das eine ergibt das andere, provoziert Zufälle, führt zu Aktionen, wird eigenständig, sucht sich seinen Weg, bei dem der Musiker Ullip sich als Teil des Ganzen sieht: der Sound, der Beat, das Aufnahmematerial gibt ihm gewissermaßen vor, was nun damit zu tun ist. Und zugleich wird der Record, das technisch Konservierte, von seiner bloßen Funktionalität befreit und auf eine inspirative, emotional offene Art und Weise betont, verändert, gemischt, verwoben, neu dimensioniert.
Chained music:
Sounds voller Ehrlichkeit, Rhythmen als Sound, Power als Melodie.